_arbeiten




_boden


Boden. Ein performatives Theaterstück von Simon Baumann mit dem Jodlerklub Lorraine-Breitenrain
Eine Person will Heimat erklären. Sie scheitert. Was als Vortrag beginnt, endet in einem Bühnenbild aus Klebeband, Abfallsäcken und Zombieblut. Boden ist eine Lecture-Performance über einen Begriff, der sich nicht fassen lässt. Gespielt von Simon Baumann, begleitet vom Jodlerklub Lorraine-Breitenrain. Der Chor greift live ins Geschehen ein: mal harmonisch, mal störend. Baumann selbst ist seit 2024 aktives Mitglied des Klubs und bringt diese ungewohnte Doppelrolle mit auf die Bühne. Zwei Welten, die sich im Berner Kulturbetrieb sonst kaum begegnen, teilen sich die Bühne. Die Premiere findet am 15.10.2026 im Tojo Theater in Bern statt. Weitere Vorstellungen: Freitag 16.10. und Samstag 17.10. (Dernière), je 20.30 Uhr.
https://tojo.ch/


Foto 1 & 2: Tim Rod, Diplomfestival HKB CAP, Dampfzentrale, Bern 2026

_handwerk


Handwerk. In einer Art kleinen Sound- und Holzwerkstatt bearbeitet Baumann ein Holzbrett mit verschiedenen Werkzeugen und baut aus den resultierenden Klängen eine Klanglandschaft, die sein Verhältnis zudiesen beiden (Handwerke, Welten) refektiert. Seine belastende Lehrzeit innerhalb des Schreinerhandwerks und Betriebs trifft auf das musikalische Handwerk, welches die Balance in dieser Zeit wieder herstellte.


Foto 1: Aline Fournier, HKB CAP Jahresausstellung, Schwabstrasse, Bern 2024
Foto 2: Christian Knörr, ACT-Basel, L‘avventura, Basel 2024
Video: Simon Baumann, Kosmos Nord, Buffet Nord, Bern 2024

_performance


Fournier & Baumann treffen sich in einer performativen Allianz der Heilung. Ihre Praxis verbindet Körper und Bild, Humor und das Groteske. Indem sie sich mit biografischem Schmerz auseinandersetzen, schaffen sie einen Raum für Transformation – roh, absurd, ernst und spielerisch zugleich. Eine immersive Erfahrung jenseits von Dominanz.


Fotos & Video: Vanessa Hüpin, Fiestohr Festival, Bern 2025

_AIn gespräch


AIn Gespräch. In der Performance initiiert Baumann einen verbalen Echtzeit-dialog mit ChatGPT zu einem ausgewählten Thema. Auf dem neben ihm installierten Hologrammprojektor, wird parallel zum Gespräch eine Serie von Kurzvideos abgespielt, die mit der Videofut des Internetsin Verbindung gebracht werden kann und sich assoziativ mit dem Gespräch verweben. Der Künstler bleibt unwissend bezüglichder gesprochenen Antworten von ChatGPT und reagiert spontan auf die generiertenAussagen.



Foto 1: Maria-Luise Tzikas, LEGO Lesung, Tojo, Bern 2024
Foto2: Julian Salinas, X-Art Festival, Transbonahalle, Basel 2023
Video: Maria-Luise Tzikas, LEGO Lesung, KaffeeZytlos, Zürich 2024

_die offenbarung des momentums


Die Offenbarung des Momentums. In der ersten Phase der Performance stellt Baumann einen Timer auf 15 Minuten und schreibt während dieser Zeit nach dem Prinzip der «ecriture automatique» seine Gedanken auf die Folie eines Hellraumprojektors. Auf diese erste, stille Phase, in der das Publikum mit ihrer eigenen Stimme im Kopf mitlesen und Baumann in seiner Wortfindung beobachten kann, folgt die zweite Phase nach Ablaufen des Timers, in der Baumann dem Geschriebenen seine Stimme gibt und dem Publikum vorliest.


Fotos & Video: David Fürst, ACT-Festival, Progr, Bern 2023

_männer


Männer. Im Fokus der Performance stehtder Versuch die schmerzhafte, aber notwendige Befreiung von stereotypischen Männerbildern. Baumann ist von Kopf bis Fuss mit schwarzem Duct-Tape zugeklebt. An seinem Mund klebt zusätzlich ein Tonabnehmer, der die Geräusche verstärkt, die er macht, während er sich das Tape nach und nach vom Körper reisst. Danach spielt und singt er am Piano eine Coverversion von Herbert Grönemeyers «Männer».

Fotos: Linus Weber, Mental Door, KASKO, Basel 2022